Wie kannst du in einem Jahr mehr verreisen?
„Wenn du jung bist, hast du Zeit, aber kein Geld. Wenn du Geld hast, fehlt dir die Zeit.“
Kennst du dieses Sprichwort? Stimmt irgendwie – aber ich verrate dir ein kleines Geheimnis: Auch mit einem Vollzeitjob kannst du viele Länder bereisen. Ja, 20 oder mehr pro Jahr! Der Schlüssel liegt in cleverer Planung und einem kleinen Umdenken.
In diesem Blogpost zeige ich dir, wie du trotz 40-Stunden-Woche viel von der Welt sehen kannst – ohne dabei deinen Job zu vernachlässigen.

Wochenendtrip nach Ljubljana Slowenien
1. Das richtige Mindset haben
Die richtige Einstellung wird oft unterschätzt, weil sie so offensichtlich scheint – dabei ist sie die Basis von allem und kann deine ganze Sicht auf Reisen verändern.
Für mich lohnt sich jeder Trip, egal wie kurz. Es sind wertvolle Erinnerungen, die ich sammle.
Komme ich mal spät nachts von einem Ausflug zurück und muss am nächsten Tag trotzdem ins Büro? Ja! Lohnt es sich trotzdem? Absolut!
Urlaubstage nur zum Faulenzen zu Hause zu nutzen, finde ich verschenkt. Gerade wenn du viele Urlaubstage hast, solltest du sie fürs Reisen nutzen. Schon ein einziger Urlaubstag reicht oft, um ein ganzes Wochenende wegzufahren.
Mehr reisen fängt also im Kopf an: Jeder kleine Trip zählt und deine Zeit bewusst zu nutzen, bringt dich deinem Ziel schon näher.

Wochenendtrip nach Ljubljana Slowenien
2. Zeit & Geld: Deine wichtigsten Ressourcen
Bevor du loslegst, solltest du dir drei grundlegende Fragen stellen:
Was möchtest du eigentlich erleben – und wie viel kannst du investieren?
- Bist du Fan von Städtereisen, Natur, Kulinarik oder Strandurlaub?
- Wie viel Zeit kannst du dir nehmen – lieber kurze, häufige Trips oder längere Auszeiten?
- Und wie viel Budget hast du realistisch im Jahr zur Verfügung?
Sobald du das weißt, kannst du konkret planen. Ein Jahresplan mit Urlaubstagen, Feiertagen und eventuell Remotework-Optionen hilft dir, das Maximum herauszuholen.
Dann musst du für dich wissen, welchen Zeitrahmen du dir setzen möchtest und wie lange die Reise sein soll.

Wochenendtrip nach Bratislava, Slowakei
3. Flexibel reisen = günstiger reisen
Der größte Fehler: Man legt sich zu früh auf Datum und Ziel fest.
Mein Tipp: Plane um den besten Flug herum – nicht andersrum. Auf Portalen wie Skyscanner kannst du „überall“ als Ziel eingeben und so die günstigsten Optionen finden. Ich lasse mich dabei oft spontan inspirieren und entdecke dadurch neue Orte, die gar nicht auf meiner Liste standen.
Auch wichtig: Anreisezeiten optimieren. Früh morgens oder spät abends fliegen spart dir ganze Urlaubstage.
Falls du keine Freunde findest um mit dir zu verreisen, trau dich doch mal alleine. Mein Tipp hier: nehme ein sicheres Reiseziel in Europa und fange klein an, damit du ein Gefühl dafür bekommst wie dir das alleine Reisen gefällt.

Wochenendtrip nach Rom in Italien
4. Weniger ist mehr: Erlebnisse statt Checklisten
Du musst nicht jedes Land in- und auswendig kennen. Manchmal reicht ein Spaziergang durch eine Altstadt oder ein Nachmittag an einem versteckten Strand, um ein Gefühl für einen Ort zu bekommen. Mach dir keinen Stress mit Sightseeing-To-do-Listen – lieber bewusst genießen.

Sahara Wüste , Merzouga, Marokko
5. Mein Geheimtipp: Wochenendtrips + Remote Work
Klingt nach wenig Zeit? Stimmt – aber genau hier liegt das Potenzial.
Wenn du die Möglichkeit hast, Arbeit und Reisen miteinander zu kombinieren solltest du hiervon auf jeden Fall Gebrauch machen denn das kann dir so viel Zeit schenken und unvergessliche Trips ermöglichen.
Wochenendtrips in Kombination mit Homeoffice können kleine Inseln im Alltag sein, die dich erfrischen und inspirieren. Und oft reicht schon ein Tapetenwechsel von 2–3 Tagen, um wieder neue Energie zu tanken.

Beispiel: 3-Tage-Wochenendtrip nach Santanyí (Mallorca)
Warum Mallorca?
Weil du in weniger als 2,5 Stunden Flugzeit an türkisblauem Wasser stehst, mallorquinische Tapas genießt und im mediterranen Licht die Seele baumeln lassen kannst. Und das Beste: Mallorca eignet sich perfekt für einen Wochenendtrip – besonders wenn du flexibel arbeitest.
Tag 1 – Freitag
- Frühmorgens Flug nach Palma
- Brunch in einem der stylischen Cafés der Altstadt
- Spaziergang durch die Altstadt, vielleicht ein Abstecher in die Kathedrale
- Mietwagen nehmen & Fahrt nach Santanyí (ca. 45 Min.)
- Einchecken in einem kleinen Boutique-Hotel mit Pool
- Abendessen auf einer Terrasse mit Blick auf die Landschaft
Tag 2 – Samstag
- Besuch des Wochenmarkts in Santanyí (unbedingt Olivenöl & Keramik mitnehmen)
- Nachmittags an den Strand: Cala Llombards oder Caló des Moro
- Sonnenuntergang bei einem Sundowner am Mirador Es Pontàs
- Abendessen im Restaurant Es Cantonet – gemütlich, regional, authentisch
Tag 3 – Sonntag
- Vormittags Roadtrip über kleine Dörfer wie Ses Salines oder Campos
- Kaffeepause am Meer in Colònia de Sant Jordi
- Kurzer Strandspaziergang, nochmal Sonne tanken
- Später Rückflug nach Hause
Klingt nach Urlaub? Ist aber „nur“ ein Wochenende mit nur einem Urlaubstag. Wichtig ist wie du An & Abreise einplanst damit das maximum aus jedem Tag rausholen kannst.

Cala LLombards, Mallorca
Fazit
Reisen mit Vollzeitjob ist keine Illusion – sondern eine Frage der Organisation. Wenn du dein Jahr clever planst, flexibel bleibst und offen für neue Wege bist, kannst du auch mit 30 Urlaubstagen echte Weltentdecker-Vibes spüren.
Ich selbst bin seit zwei Jahren im Vollzeitjob – aber der Wunsch, die Welt zu entdecken, ist geblieben. Ich habe gelernt, dass man beides kombinieren kann. Und du kannst das auch.
Also, worauf wartest du? ✈️🌍
Conchagua, La Union, El Salvador
Du suchst nach mehr Reiseinspiration? Dann schau mal hier vorbei und lass dich von eher untypischen Reisezielen inspirieren.